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Personal

Der wichtigste Faktor für den Unternehmenserfolg

Der Fachkräftemangel, bedingt durch die demografische Entwicklung unserer Gesellschaft, wird sich in einigen Jahren noch absehbar verschärfen. In Umfragen wie von der Deutschen Zentralgenossenschaftsbank (DZ Bank) wird der Fachkräftemangel vom Mittelstand selbst regelmäßig als größtes Problem für die Geschäftsentwicklung benannt. Die vbw-Studie „Arbeitslandschaft 2025“ vom März 2019 zeigt, dass im Jahr 2025 deutschlandweit 2,9 Millionen Erwerbstätige fehlen werden, hauptsächlich bei Personen mit einer beruflichen Qualifikation. Und in einer aktuellen Studie des Fachverbands Bitkom e. V. führen 48 Prozent der befragten Unternehmen fehlende Fachkräfte als Hürde bei der Digitalisierung an.

Bei der Mitarbeitergewinnung geraten vor diesem Hintergrund gerade mittelständische Unternehmen zunehmend selbst in die Rolle des Bewerbers und müssen sich neu positionieren.

Im vielbeschworenen Kampf um die besten Talente liegen die Unternehmen vorne, die neben zukunftsfähigen Geschäftsmodellen auch ansprechende Arbeitskonzepte zu bieten haben: mit flachen Hierarchien, einem modernen kooperativen Führungsstil, Teamorientierung , flexiblen Arbeitszeiten und -orten und Angeboten zur Work-Life-Balance. Diese Aspekte spielen auch bei der Mitarbeiterbindung eine wichtige Rolle.

Speziell beim Nachwuchs-Recruiting sollten sich Unternehmen verstärkt auf die Social-Media-Kommunikationskanäle und Medienkonsumgewohnheiten der jüngsten Bewerber, der sogenannten Genration Z, einlassen. Punkten kann, wer mit neuen Technologien wie etwa einem digitalen Karriereberater signalisiert: Wir leben Zukunft. Der Grad der Digitalisierung ist also auch für die Attraktivität als Arbeitgeber ausschlaggebend.

Die in Folge mehr und mehr altersunterschiedlichen Belegschaften bergen weitere Anforderungen an das Personalmanagement. Hier gilt es, im Rahmen des Age-Managements Generationen mit jeweils eigenen Werten und Vorstellungen von Arbeit wie auch den Wissensaustausch unter Old Economy und Digital Natives zu moderieren und – auch technisch – zu organisieren. Digitale Plattformen wie das Intranet oder eine Mitarbeiter-App können hierbei wirkungsvoll unterstützen.

Auch die Mitarbeiterentwicklung ist eng mit der Digitalisierung verknüpft. Hier spielen Qualifizierungsmaßnahmen, zugleich ein hoch zu bewertendes Element der Mitarbeiterbindung, eine zentrale Rolle. Digitalisierung kann nur gelingen, wenn Mitarbeiter aktiv in Veränderungsprozesse einbezogen sind. Nur wenn eine Kultur der Offenheit, des Veränderungswillens und der Lernfähigkeit etabliert wird, werden Mitarbeiter in die Lage versetzt, den Wandel nicht nur mitzutragen, sondern aktiv mitzugestalten.